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Das Angebot von Ärzte der Welt umfasst eine allgemeinmedizinische sowie eine kinderärztliche Sprechstunde. Foto: Ärzte der Welt

München

3.770
Konsultationen

im Jahr 2022
(227 mehr als im Vorjahr)

362
Einsätze und Sprechstunden

im Jahr 2022

681
neue Patient*innen

im Jahr 2022

 

Die Situation

Hunderttausende Menschen in Deutschland haben keine Krankenversicherung. Reguläre ärztliche Versorgung in Anspruch zu nehmen, ist für sie oft nicht möglich. In unserer Anlaufstelle open.med in München bieten wir Nichtversicherten medizinische Hilfe und soziale Beratung – kostenlos und auf Wunsch auch anonym.

Ursprünglich wurde open.med München gegründet, um Menschen ohne geregelten Aufenthaltsstatus medizinisch zu versorgen. Inzwischen kommt fast ein Drittel der Patientinnen und Patienten aus der EU, vor allem aus Bulgarien und Rumänien.

Viele verdienen ihren Lebensunterhalt in gering qualifizierten Jobs oder in der Schattenwirtschaft.Krankenkassenbeiträge können sich die wenigsten leisten. Auch immer mehr Deutsche nehmen unsere Hilfe in Anspruch – zum Beispiel Selbstständige, die nicht genug verdienen, um die Kassenbeiträge zu bezahlen.

 

Kontakt

Informationen, Adressen und die Öffnungszeiten unserer Anlaufstellen in Hamburg, München, Berlin und Stuttgart finden Sie hier.

Zum Infoflyer von open.med München gelangen Sie hier. 

 

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Ein Film über Geflüchtete und ehrenamtliche Mediziner in München

News

Katharina Ens. Foto: Ärzte der Welt
18.05.2020

Die Wirtschaftswissenschaften konnten Katharina Ens nicht so begeistern, wie der Wunsch, die Welt wenigstens im Kleinen etwas zu verbessern. Wie sie schließlich zu Ärzte der Welt gekommen ist, erzählt sie im Interview.

Andreja Topsch Foto: Ärzte der Welt
24.07.2018

„Es ist ideal, wenn sich Aspekte aus dem bisherigen Arbeitsleben kombinieren lassen und dadurch etwas gutes Neues entsteht.“ So sieht es Andreja Topsch, die seit September 2017 als Referentin für Organisation und Ehrenamt bei Ärzte der Welt arbeitet. Im Interview schildert sie, welche Aspekte das sind.

Mobile Klinik von Ärzte der Welt
23.05.2018

Die Mitarbeiter/-innen unserer deutschen Anlaufstellen kümmern sich immer wieder um Menschen, die sonst keinen Zugang zu lebensrettenden medizinischen Leistungen hätten. Einen Fall, bei dem es buchstäblich um Leben und Tod ging, möchten wir hier schildern.

Mio Mahn. Foto: Ärzte der Welt
17.05.2018

Seit November 2017 arbeitet Mio Mahn als Projektassistentin bei open.med München, der medizinischen Anlaufstelle von Ärzte der Welt. Neben der praktischen Erfahrung als Intensivkrankenschwester und dem übergeordneten Wissen aus ihrem Studium baut sie auf ihren wichtigsten Grundsatz: Vertrauenswürdigkeit und Menschlichkeit.

Hilfsorganisationen und Betroffene diskutierten über die Situation von EU-Bürgern in Not. Foto: Bodmer / Caritas München
17.05.2018

München braucht neue Lösungen, um die extrem schweren Lebensumstände einiger EU-Bürger zu verbessern. Am Europatag, dem 9. Mai, trafen sich die Vertreter mehrerer Organisationen, um sich über funktionierende Hilfsangebote auszutauschen und konkrete Forderungen zu formulieren. Auch Ärzte der Welt war auf dem Symposium vertreten.

Neben der Allgemeinmedizinischen Sprechstunde gibt es bei open.med München spezialisierte Sprechstunden für Kinder und für Frauen, für chronisch und für psychisch Kranke.

 

Ergänzend zur stationären Hilfe ist Ärzte der Welt mit einem Behandlungsbus unterwegs: Am Münchner Hauptbahnhof hilft unser Team Wohnungslosen und Tagelöhnern, Drogenkonsument*innen und Sexarbeiter*innen. Im Rahmen der psychosozialen Beratung helfen wir bei Fragen zur Krankenkasse und Unterbringung, zu Sozialleistungen und Antragstellungen.

 

Eines unserer wichtigsten Ziele ist, die Patient*innen in das reguläre Gesundheitssystem zu integrieren.

Auf politischer Ebene setzt sich Ärzte der Welt dafür ein, dass allen in Deutschland lebenden Menschen medizinisch geholfen wird.

Im open.med-Team München arbeiten mehr als 35 ehrenamtliche Ärzt*innen und medizinische Fachkräfte sowie vier Hauptamtliche. Außerdem behandeln über 80 niedergelassene Mediziner*innen die Patient*innen kostenlos in ihren Praxen.

Die Teams arbeiten mit den Berater*innen des Café 104 zusammen.


"Café 104" bietet aufenthaltsrechtliche und psychosoziale Beratungsangebote - mit Durchgangstür zur open.med Praxis.
"Café 104" bietet aufenthaltsrechtliche und psychosoziale Beratungsangebote - mit Durchgangstür zur open.med Praxis.
  • Patientin Regine R. bei open.med

    Regine R.

    Regine R. litt während ihrer Schwangerschaft unter einer Psychose, die sie völlig aus der Bahn warf.

    Ich war instabil und antriebslos und konnte keinen klaren Gedanken fassen. Meine Energie war total am Boden. Da war einfach gar nichts mehr.

    Frau R. ist nicht krankenversichert. Zum Glück fand sie den Weg zu Ärzte der Welt. Dort wurde sie untersucht und erfolgreich behandelt. Inzwischen geht es ihr wieder gut, die Beziehung zu ihren Kindern ist stabil.

     

    Regine R.

Neuer Fokus für noch gezieltere Hilfe

Mit unserem open.med-Bus fahren wir an in München den Übernachtungsschutz und den Hauptbahnhof an und bieten dort medizinische Behandlung und soziale Beratung. Mit diesem aufsuchenden Angebot unterstützen wir insbesondere EU-Bürger*innen und wohnungslose Personen mit eingeschränktem oder fehlendem Zugang zur Gesundheitsversorgung.

Das niedrigschwellige und kostenlose Angebot kombiniert eine anonyme medizinische Erstversorgung mit muttersprachlicher Beratung und einer sozialen Anamnese. Der Fokus liegt dabei auf der gezielten Verweisberatung, sprich der Weiterleitung und Anbindung an geeignete Angebote innerhalb des Hilfesystems. Das können Facharztpraxen sein, weitere Unterstützungsangebote oder Termine bei der Krankenkasse.

Ziel der open.med-Verweisberatung ist es, die Betroffenen dabei zu unterstützen, bestehende Unterstützungsangebote wahrzunehmen und sie (wieder) in eine Krankenversicherung einzugliedern.

Förderung durch das Programm EhAP Plus

Das Projekt open.med München wird im Rahmen des Programms „EhAP Plus – Eingliederung hilft gegen Ausgrenzung der am stärksten benachteiligten Personen“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

 

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