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Kleiner Junge im Jemen

NGOs fordern die komplette Öffnung des Hafens von Hudaydah

 

Acht Millionen Menschen im Jemen droht der Hungertod. Trotzdem behindern die Kriegsparteien weiterhin die Einfuhr von lebenswichtigen Gütern. Gemeinsam mit 16 anderen Hilfsorganisationen fordert Ärzte der Welt, alle Importwege sofort freizugeben.

Der seit Jahren im Jemen tobende Krieg hat zur größten humanitären Katastrophe der Welt geführt. 22 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen. Solange die Blockade der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition besteht, geht das Leiden der Menschen, insbesondere der Kinder, weiter. Daher fordern 17 NGOs, darunter Ärzte der Welt, die umgehende und vollständige Öffnung des wichtigen Hafens von Hudaydah am Roten Meer.

Eine am 20. Dezember in Kraft getretene, auf dreißig Tage angesetzte Unterbrechung der Blockade für humanitäre und kommerzielle Lieferungen hatte nur eine leichte Verbesserung zur Folge. Zwar kamen mehr Lebensmittel ins Land, aber die Unsicherheit bei Reedern, Importeuren und Händlern hält die Inflation aufrecht, die dazu führt, dass die meisten Menschen es sich nicht leisten können, sich ausreichend zu ernähren. Auch kommt nicht genügend des dringend benötigten Treibstoffes ins Land. Sauberes Wasser und Medikamente fehlen.

Die Situation, die die teilweise oder komplette Sperrung der jemenitischen Grenzen herbeigeführt hat, ist unerträglich. Neben über mehr als einer Millionen Cholera-Verdachtsfällen, breitet sich die Diphterie immer weiter aus.

Die bevorstehende Lieferung von Kränen nach Hudaydah ist ein willkommener Schritt in die richtige Richtung. Zu der vollständigen Öffnung des Hafen gibt es keine Alternative. Wir rufen alle Parteien dazu auf, alle nötigen Schritte zu unternehmen, um die sichere, kosteneffizienteste und schnellstmögliche Einfuhr einer möglichst großen Menge an Gütern zu gewährleisten.

Die internationale Gemeinschaft muss endlich Verantwortung übernehmen und alle diplomatischen Mittel einsetzen, um Menschenleben im Jemen zu retten und den grausamen Krieg zu beenden!

Auch Sie können helfen.

Den genauen Wortlaut des Aufrufes in englischer Sprache und welche Organisationen ihn unterzeichnet haben, können Sie hier nachlesen.

 

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