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Medizinische Grundversorgung von Schwangeren, Müttern und Kindern in Haiti. Foto: Olivier Papegnies

Cholera auf Haiti: Jetzt für Ärzte der Welt spenden und helfen!

Haiti

3786

Cholerafälle im Jahr 2018 verzeichnet, im Vergleich zu 13.681 im Jahr 2017.

4

Frauen sterben jede Woche an Komplikationen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt.

11,4%

der Kinder unter 5 Jahren leiden an chronischer Unterernährung-

 

Die Situation

Nach dem verheerende Erdbeben im Januar 2010 grassierte auf Haiti die Cholera. Obwohl ihre Ausbreitung eingedämmt werden konnte, ist sie nach wie vor eine der größten Gefahren für die Gesundheit der Haitianer. Nach dem Wirbelsturm Matthew im Oktober 2016 erkrankten erneut zahlreiche Menschen. Im Südwesten der Insel, im Departement Grand’Anse, bricht die Krankheit vor allem in der Regenzeit und in abgelegenen Regionen immer wieder aus.

Cholera muss sofort behandelt werden, wenn erste Symptome auftreten, andernfalls kann sie schnell lebensbedrohlich werden. Um sie flächendeckend behandeln zu können, mangelt es vor allem an medizinischem Personal, Material und Medikamenten.

 

RISIKOREICHE GEBURTEN

Haiti ist eines der Länder mit der höchsten Müttersterblichkeit auf dem amerikanischen Kontinent. Die Hauptursache ist das Fehlen einer flächendeckenden Versorgung. Durchschnittlich benötigen Frauen drei Stunden, um die nächste Gesundheitsstation zu erreichen. Weitere Hindernisse sind hohe Kosten für medizinische Leistungen, niedrige Qualitätsstandards und dass die Bevölkerung nicht ausreichend über Gesundheitsthemen informiert ist.

 

GEFÄHRLICHE SCHWANGERSCHAFTSABBRÜCHE

Moderne Verhütungsmittel sind vielen Frauen bekannt und in den Gesundheitsstationen verfügbar, aber nur 35 Prozent benutzen sie. Das liegt vor allem an weit verbreiteten falschen Vorstellungen über ihre Nebenwirkungen.
So kommt es, dass die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche hoch ist, obwohl sie in Haiti illegal sind. Ein Drittel der Patientinnen in den Geburtshilfeeinrichtungen sucht diese aufgrund von

Schwangerschaftsabbrüchen auf. Und ein Drittel der Todesfälle in den Geburtshilfeeinrichtungen ereignen sich in der Folge von Schwangerschaftsabbrüchen.

 
Ein Mädchen erhält eine Behandlung gegen die Cholera im Ärzte der Welt Zentrum. Foto: Benoît Guénot
Ein Mädchen erhält eine Behandlung gegen die Cholera im Ärzte der Welt Zentrum. Foto: Benoît Guénot

News

Auf Haiti werden Hygieneartikel und Medikamenten an Patientinnen ausgegeben. Foto: Ärzte der Welt
16.10.2016

Die Folgen des Hurricans Matthew in Haiti sind gravierend: Knapp 1,5 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe. Viele Familien haben alles verloren: Ihre Häuser und ihre Lebensgrundlage. Ärzte der Welt versorgt Verletzte und kämpft gegen eine Ausweitung der Cholera.

Unsere Hilfe

KRISENOPFER

Kampf gegen die Cholera

    Wir bekämpfen Cholera in Haiti seit Beginn der Epidemie im Jahr 2010. Nachdem Wirbelsturm Matthew 2016 große Teile des Landes verwüstet hatte, erkrankten schätzungsweise 50.000 Menschen bis zum Ende des Jahres daran. Ärzte der Welt flog damals kurzfristig über 15 Tonnen medizinisches Material ein.

    Heute sind wir ein wichtiger Partner der Regierung und unterstützen das Gesundheitswesen bei der Suche nach Lösungen, um Choleraausbrüche und andere Krankheiten einzudämmen.

    Es ist uns gelungen, ein Frühwarnsystem aufzubauen und so die epidemiologische Kontrolle deutlich zu verbessern. Sobald neue Ausbruchsherde bekannt werden, entsenden wir eines unserer drei Notfallteams aus der Bezirkshauptstadt Jérémie. Neben der medizinischen Betreuung der Erkrankten sensibilisieren die Teams die Bevölkerung für die Ausbreitungswege der Cholera und klären über Schutzmaßnahmen auf.

    Parallel zur humanitären Hilfe unterstützt Ärzte der Welt beim Wiederaufbau eines leistungsfähigen Gesundheitssystems und setzt sich für kostenlose Gesundheitsversorgung von Kindern und Schwangeren ein.

    Mutter- und Kind Gesundheit

    Ärzte der Welt engagiert sich seit 1998 in Haiti für die Verbesserung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit der Menschen. Obwohl im Laufe der Jahre erhebliche Fortschritte erzielt werden konnten, gibt es nach wie vor große Herausforderungen. Wichtig ist vor allem, in der Bevölkerung, beim medizinischen Personal und auf politischer Ebene das Bewusstsein für das Thema zu stärken. Wir unterstützen zivilgesellschaftliche Strukturen wie Müttergruppen, Gemeindearbeiterinnen und Frauenorganisationen darin, Wissen weiterzugeben und ihren Forderungen politisches Gewicht zu geben.

      WAS WIR SONST NOCH TUN:

      - Schulungen für medizinisches Personal zum Thema Kinderernährung

      - Bekämpfung von Unterernährung bei Kindern durch die Verteilung von Trockenrationen

      - Ausbildung von Gesundheitspersonal, um Betroffene geschlechtsbezogener Gewalt zu unterstützen.

      - Sensibilisierung- und Präventionsmaßnahmen zum Thema geschlechtsspezifische Gewalt, sowie Dokumentation von gemeldeten Gewalttaten

       

      WAS WIR GEMEINSAM MIT LOKALEN PARTNERN 2018-2019 ERREICHT HABEN:

       

      710

      Unterernährte Kinder unter 5 Jahren erfolgreich behandelt

       

      98 011

      Menschen über Ausbreitung und Prävention von Cholera informiert

       

      5729

      Pränatale Konsultationen und 3.652 Postnatale Konsulatationen durchgeführt

       

      587

      Cholera-Patient*innen behandelt

       
      Ärzte der Welt setzt sich für eine kostenlofreie Gesundheitsversorgung für schwangere Frauen und Kinder unter fünf Jahren ein. Foto: Benoît Guenot
      Ärzte der Welt setzt sich für eine kostenlofreie Gesundheitsversorgung für schwangere Frauen und Kinder unter fünf Jahren ein. Foto: Benoît Guenot

      Frauen & Kinder

      Familienplanung und Selbstbestimmung

        Unser Projekt zur Aufklärung heranwachsender Mädchen und Jungen in vier Schulen zielt darauf ab, Teenagerschwangerschaften - und damit einen möglichen Schulabbruch von Mädchen - sowie sexuell übertragbare Infektionen zu verhindern. Dazu bilden wir auch junge Menschen zu Multiplikator*innen aus, um andere Jugendliche zu diesen Themen zu informieren.

         

         

         

        Medizinische Grundversorgung von Schwangeren, Müttern und Kindern in Haiti. Foto: Olivier Papegnies
        Medizinische Grundversorgung von Schwangeren, Müttern und Kindern in Haiti. Foto: Olivier Papegnies

        Corona

        Präventivmaßnahmen gegen COVID-19:

         

        Unsere Teams auf Haiti setzten sich weiter dafür ein, den Zugang zu Gesundheitsversorgung zu gewährleisten. Ein intaktes Gesundheitssystem ist zur Bekämpfung von COVID-19 jetzt noch wichtiger. Zusammen mit lokalen Partnern informieren wir Familien über das Virus, verfolgen dessen  Ausbreitung und leisten vor allem in abgelegenen Orten, wo die Ausbreitung Virus schwerwiegende gesundheitliche und soziale Folgen mit sich bringen würde, medizinische Hilfe. Außerdem stellen wir Schutzausrüstungen für lokale Institutionen bereit.

        Überleben nach dem Sturm. Foto: Oliver Papegnies
        Überleben nach dem Sturm. Foto: Oliver Papegnies
        Rückblick
        1989
        Programm zur Reduzierung der Kindersterblichkeit in Grand'Anse
        1994
        Programm zu geschlechterbasierter Gewalt in Port-au-Prince
        2010
        Nothilfe in sechs Vierteln von Port-au-Prince gegen Cholera-Epidemie nach Erdbeben
        2012
        Ärzte der Welt intensiviert Aktivitäten nach Wirbelsturm Sandy
        2013
        Hilfe bei Wiederaufbau der medizinischen Infrastruktur
        2014
        Start des Programms für ungewollte Schwangerschaften in Port-au-Prince
        2016
        Nothilfe nach Hurrikan Matthew, 1,5 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe

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